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Der Fermenter mischt und wärmt

der FermenterRatz taucht ab ;)

Zuerst kommen alle Zutaten in den Fermenter. Das ist ein großer, runder Behälter, der oben luftdicht mit einer Plane verschlossen ist. Das Gülle-Mais-Gemisch (man nennt es auch "Substrat") wird hier auf 40°C erwärmt und ständig umgerührt. Bei dieser Temperatur fühlen sich die Bakterien in der Gülle am wohlsten. Sie vermehren sich und zersetzen die Biomasse in ihre Bestandteile. Das nennt man Fermentation.

der Fermenter
Dabei entsteht ein Gasgemisch aus Methan (51 Prozent) und CO2 (49 Prozent).
Dieses Gasgemisch ist leichter als das Substrat und steigt nach oben. Es sammelt sich in einer großen Gasblase unter dem Dach des Behälters.

Da ständig neuer Mais und neue Gülle hinzukommen, läuft das Gemisch in dem Fermenter irgendwann über. Es läuft in Überlaufrohre am Fermenter, die dann in den nächsten großen Behälter führen, den man Nachgärer nennt.
Ratz funkt

 

Rauchen, telefonieren und andere elektrische Geräte sind an der Biogas-Anlage streng verboten. Denn das Biogas ist sehr leicht brennbar!


der Fermenter

Der Nachgärer sieht eigentlich genauso aus wie der Fermenter, er ist nur ein wenig größer. Die bereits zum größten Teil vergorene Biomasse aus dem Fermenter schwappt also in diesen Behälter über. Auch hier wird noch eine kleine Menge Biogas gewonnen. Das ist an der Gasblase zu erkennen, die sich auch über diesem Behälter sammelt.

Schließlich ist auch der Nachgärer irgendwann voll. Das Substrat gelangt dann wieder über Rohre in den dritten und letzten Behälter: den Lagerbehälter. Dieser ist noch größer und auch hier wird noch ein wenig Gas gewonnen.
Wenn auch der Lagerbehälter voll ist, wird der Gärrest mit dem Güllefass abgeholt und auf die Felder gebracht, die den Mais für das Kraftwerk geliefert haben. Sie verwenden die Reste als Dünger auf ihren Feldern, denn sie enthalten viele Nährstoffe und Mineralien.

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