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Interview mit einem Landschaftswächter (Reitwegenetz Senne)

Ratz

Herr Kursawe, wie lange sind Sie schon Landschaftswächter?

Ich bin seit 1998 Mitglied der Landschaftswacht und habe das Amt von meinem Vorgänger, der über 80 Jahre alt war und sich viele Jahrzehnte um die Reitwege hier in der Bielefelder Senne und Sennestadt gekümmert hat, übernommen.

Wie viele Reiter nutzen die Reitmöglichkeiten hier?

In Bielefeld gibt es ungefähr 600 angemeldete Reiter. Viele kommen auch aus dem Umland und reiten auf den Reitwegen hier. Insgesamt gibt es 56 Kilometer Reitwege.
Mit dem Auto braucht man für so eine Strecke bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h etwas mehr als eine halbe Stunde.
Mit einem Pferd 56 km auszureiten würde von früh morgens bis spät abends dauern.

 

Herr Kursawe und sein Pferd Anthea

Welche Aufgabe haben Sie genau?

Ich achte darauf, dass Reiter, die in meinem Gebiet reiten, ein gültiges Reiterkennzeichen mit sich führen und nur auf Wegen reiten, auf denen es erlaubt ist. Es kann vorkommen, dass sich Fußgänger durch Reiter gestört fühlen und umgekehrt. Viele Fußgänger wissen nicht, das bestimmte Wege von Reitern genutzt werden können. Ich versuche in solchen Fällen, mit den Leuten zu sprechen und das Problem zu lösen.

Zu meiner Aufgabe gehört auch, den Zustand der Reitwege zu beurteilen. Wenn Reitwege nicht mehr in Ordnung sind, spreche ich mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Umweltamtes darüber und wir suchen nach Lösungen.

Plakette
Wenn mir auffällt, dass die Reitwege nicht mehr ausgeschildert sind, teile ich das den Kolleginnen und Kollegen vom Umweltamt mit, und wenn neue Reitwege geschaffen werden, helfe ich bei der Planung und Ausschilderung mit.

 

Was ist ein Reiterkennzeichen?

So ein Kennzeichen ist mit einem Nummernschild für Autos vergleichbar. Wer im Wald oder in der freien Natur reitet, muss ein gültiges Kennzeichen haben, das gut sichtbar am Pferd angebracht ist.

 

Wo man reiten darf, erfährst Du auf den nächsten Seiten.