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Was passiert mit dem Gas im Reglerraum?

 

Das Gas durchläuft diese Stationen:

Im Reglerraum

  1. FILTER

    In der ersten Station wird das Gas gefiltert.


Das Rohr ist ganz warm!

  1. VORWÄRMEN

    Dann wird es vorgewärmt. Das ist die Vorstufe für die später folgende "Entspannung". Das Gas kommt mit hohem Druck von 55 bar bei uns an. Für die lange Reise durch die Pipelines (Rohre) ist das nötig. Bei uns muss das Gas auf einen niedrigeren Druck "entspannt" werden (mehr in Station 3). Beim Entspannen entsteht Kälte! Deshalb wärmen wir es vor, weil das Gas, wenn es vom hohen auf niedrigeren Druck entspannt wird, sonst vereisen würde. Und mit gefrorenem Gas könnte niemand etwas anfangen!

Die Anzeige zeigt den Gas-Druck.

  1. REGLER Nr. 1

    Als nächstes wird das Gas runtergeregelt. Das heißt, der Druck von 55 bar, den das Gas hat, wird auf 18 bar reduziert. Man nennt das "entspannen".
    Wir brauchen den Druck von 18 bar, um unseren Kugelspeicher zu befüllen, denn der wird noch mit relativ hohem Druck beaufschlagt.
    Das Gas, was wir später ins Netz einspeisen, hat einen noch niedrigeren Druck von 8 bar (vgl. 6).


Herr Löwen zeigt auf den Gaszähler.

  1. ZÄHLER

    Nach dem Regler, der den Druck runtergeregelt hat, kommt der Gas-Zähler. Der zählt, wie viele Kubikmeter Gas wir vom Vorlieferanten übernehmen. Das ist für die Abrechnung nötig, denn wir müssen den Gaslieferanten, z.B. in Russland oder an der Nordsee, natürlich das Gas bezahlen, was wir von ihnen geliefert bekommen.


An dieser Station werden Proben entnommen.

  1. QUALITÄTSTEST

    Kommt das Gas immer in gleicher Qualität an?
    Das überprüfen wir mit einem "Kaloriemeter". Es wird ständig überwacht, ob die Qualität, bzw.die Energiemenge, die der Vorlieferant uns angibt, auch wirklich stimmt.


In der runden Trommel wird der Druck reduziert.

  1. REGLER Nr. 2

    Und anschließend wird das Gas noch einmal im Druck reduziert, auf 8 oder 10 bar.


Und anschließend wird das Gas noch einmal im Druck reduziert, auf 8 oder 10 bar.

  1. Odorraum: ODORIERUNG

    Erdgas ist geruchlos. Sollte irgendwo Gas austreten, besteht Explosionsgefahr, weil es sich leicht entzünden kann. Gefährlich! Dazu genügt schon das Anzünden eines Streichholzes.
    Bevor das Gas in das Ortsnetz eingespeist wird, wird es deshalb "odoriert". Das heißt, wir spritzen einen Duftstoff ("Odorstoff") in den Gasstrom ein. Das ist Tetrahydrothiophen (THT). Danach riecht das Gas nach Schwefel und faulen Eiern. Den Geruch kennt jeder, er hat sich bei den Menschen eingeprägt. Bei undichten Leitungen im Haushaltsnetz, z.B. am Gasherd oder der Gasheizung, sind die Menschen über diesen Geruch gewarnt!


Ratz

 

"Odor" ist das lateinische Wort für "Geruch". Das Gas bekommt sozusagen ein stinkendes "Parfüm"!


 

  1. Ab ins ORTSNETZ

    Nach der Odorierung verlässt das Gas die Station. Es wird ins Ortsnetz übergeben, das es über unterirdische Rohre zu den einzelnen Häusern bringt (mehr dazu hier).