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Was hat es mit diesem Projekt genau auf sich?

Früher entstanden die heute so seltenen und daher schutzwürdigen Biotoptypen wie Heide oder Kalkmagerrasen so nebenher. In der Landwirtschaft gab es noch keinen Kunstdünger, die Bauern mussten mit dem zurecht kommen, was die Natur hergab. Tiere wurden auf unbewaldete Flächen getrieben und sorgten mit ihrer Bewegung dafür, dass die Flächen nicht verbuschten und zu Wald wurden.

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Dadurch, dass Landwirte immer mehr Dünger benutzten und Landwirtschaft so kostengünstig wie möglich betrieben werden musste, hatten die Bauern keine Verwendung mehr für diese mageren Bereiche. Sie wurden Acker oder zu Wald "aufgeforstet".
Heute besinnt man sich zurück, wie diese Lebensräume entstanden und bewirtschaftet wurden. Wichtig ist die regelmäßige Pflege unter dem Motto: "Schützen durch nützen".
Schaefchen

Coburger Füchse
Aus diesem Grund haben wir in Bielefeld eine Schafbeweidung gegründet.

Wir brauchten eine Herde, die sich von den Flächen ernährt und dabei nicht zu hohe Ansprüche stellt. Die Schafrasse "Coburger Füchse" war genau die richtige, denn sie kommen auch noch mit dürftig bewachsenenen Heideflächen und Sandmagerrasen aus. Die Herde besteht im Moment aus etwa 1.000 Mutterschafen, die pro Jahr 1-2 Lämmer zur Welt bringen. Dann ist im Stall der Teufel los, und die Schäfer haben jede Menge Arbeit!

Eine durch Bielefeld wandernde Schafherde ist ein idealer Botschafter für den Naturschutz. Viele Menschen bleiben bei der Herde stehen, beobachten den Schäfer bei seiner Arbeit mit den Hütehunden und interessieren sich für alles, was mit der Idee und dem Projekt zu tun hat.
RatzFotoklicker

 

Foto-Show zum Projekt mit vielen scha(r)fen Fotos!