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Verwaltung: Langweilig, öde… nur Bürokram? - Nicht bei uns!

In der Verwaltung arbeiten Frau Timpe und Herr Cetin.

 

Frau Timpe

Frau Timpe - Die Frau für die Finanzen

Frau Timpe stellt den Haushaltsplan für das Museum auf. Hier sind alle Einnahmen und Ausgaben des Museums aufgeführt. Denn ein Museum kostet Geld: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Strom und Wasser, Ausstellungsstücke - all das will bezahlt sein. Für diese Kostenaufstellung ist Frau Timpe verantwortlich. Sie prüft sehr genau, damit auch alles seine Ordnung hat.

Zu Frau Timpes Aufgaben gehört das sogenannte Finanzcontrolling. Controlling ist Englisch und bedeutet soviel wie Kontrolle. Frau Timpe kontrolliert also die Finanzen: Sie kümmert sich darum, ob das Museum in seinem Vermögenshaushalt ausreichend Geld hat, oder ob die Ausgaben vielleicht das Vermögen übersteigen und gespart werden muss. Frau Timpe beantragt auch neue Gelder, zum Beispiel dann, wenn Geld gebraucht wird, um neue Ausstellungsstücke zu kaufen. Wenn jemand von der Stadtverwaltung eine Nachfrage zur Finanzverwaltung des Museums hat, ist er bei Frau Timpe an der richtigen Adresse.

Herr Çetin

Herr Çetin

"Naturkundemuseum Bielefeld, mein Name ist Çetin, schönen Guten Morgen!"

"Guten Tag, ich habe heute in der Zeitung gelesen, dass sie heute um 10 Uhr einen Vulkan-Tag anbieten. Ich wollte zwei Kinder anmelden. Sind noch Plätze frei und können Sie mir sagen, was da gemacht wird?"

Ich erkläre der Dame das Programm, nehme ihre Kinder auf die Anmeldeliste des Vulkan-Tages auf und denke: "PUH, es ist 7.55 Uhr, gerade zur Tür reingekommen und schon der erste Anruf. Jetzt erst mal schnell die Jacke ausziehen, und den PC anschalten. Da klingelt es schon wieder!

So geht es bis 9.00 Uhr.
Die Anmeldeliste für die Vulkan-Tag Veranstaltung ist voll, mittlerweile sind auch die Kolleginnen und Kollegen eingetroffen. Ich werfe schnell einen Blick in die Zeitung und tatsächlich! Meine Pressemitteilung ist erschienen!

Der Kurs scheint gut anzukommen, da kommt doch ein Zusatztermin in Frage! Ich rufe die Museumspädagogin an, erzähle ihr von dem vollen Kurs und spreche mit ihr einen Zusatztermin ab. Dann maile ich umgehend an alle Kolleginnen und Kollegen, damit auch alle Bescheid wissen; schreibe noch einmal eine Pressemitteilung bzgl. des Zusatztermins. Diese Pressemitteilung verschicke ich an die Tageszeitungen und das Radio. Das geschieht per Mail!

Mittlerweile ist es 10.30 Uhr! Gleich wollte ein Vertreter für Spielzeug für unseren Museumsshop vorbeikommen und - da klingelt es schon an der Tür.


FußbälleDa viele Schüler ins Museum kommen, muss ich darauf achten, dass es schöne und trotzdem günstige Artikel sind, die auch noch zu unserer Ausstellung passen. Wir haben z.B. einen ganz besonderen "fair-trade" Fußball.

"Fair-Trade" ist ein Projekt, das für mehr Gerechtigkeit auf der Welt sorgen soll. Dieses Projekt unterstützen wir selbstverständlich gern!

Ihr seht, meine Arbeit ist sehr abwechslungsreich, denn ich habe viel Kontakt zu anderen Menschen und viele interessante Aufgaben. Das macht mir besonders viel Spaß!

Mittlerweile ist es 12.00 Uhr. Meine Kollegin Frau Deol hat die Abrechnung der letzten Woche vorbereitet. Wir setzen uns zusammen und rechnen noch einmal alle Eintrittsgelder nach. Dann hole ich das Geld aus dem Safe und zähle es zusammen mit meiner Kollegin. Bei der Stadt gilt nämlich das Vier-Augen-Prinzip. Das bedeutet, dass wir alles doppelt prüfen, um auch ganz sicher zu sein!


Da kommt gerade der Hausmeister und bringt die Post. Schnell werden alle Briefe geöffnet, abgestempelt und verteilt, denn Frau Dr. Wrazidlo wartet schon auf die Post.

kindergeburtstag-kaum-zu-glauben.jpgSo, jetzt geht es weiter mit dem Geldzählen. Kaum sind wir fertig, blinkt der PC auf - Rechnungen sind erschienen. Wir haben nämlich auch Zeitschriften im Abo! Die müssen bezahlt werden! Ich muss die Rechnungen nach verschiedenen Themen wie Ausstellung, Sammlung, etc. ordnen und mit verschiedenen Nummern versehen. Diese Nummern sind sehr lang und es gibt ganz viele davon. Man muss höllisch aufpassen, dass man sich nicht vertut.

OH! das Geld müssen wir ja auch noch auf dem Konto der Stadtkasse einzahlen!

Schon 13.30 - jetzt erst einmal in Ruhe etwas essen, denn gleich kommen Kinder, die bei uns ihren Geburtstag "Kaum zu glauben!" mit vielen Experimenten feiern möchten.

Dann muss ich noch einen Termin mit den Mupäds besprechen und organisieren. Es klingelt! Die ersten Kinder kommen! Ich zeige ihnen den Weg, und nehme von den Eltern das Geld entgegen. Anschließend trage ich die Veranstaltung in die vorgefertigte Liste ein, verschließe das Geld im Tresor.


Da fällt mir ein: für die kommende Ausstellung müssen wir noch die Einladungen verschicken, diese gehen z.B. an den Bürgermeister und die politischen Parteien. In der Politik werden nämlich ganz viele Entscheidungen getroffen, z.B. entscheidet sich im Kulturausschuss, wie hoch unsere Eintrittsgelder sein dürfen!
Also setzen wir uns hin, und legen los! Während wir die Einladungskarten in die Umschläge einsortieren, haben wir endlich etwas Zeit, uns über die neue Sonderausstellung zu unterhalten.

Dabei wird uns noch einmal bewusst, wie eng die Zusammenhänge zwischen politischen Entscheidungen und Veränderungen der Natur sind. Unsere Arbeit zeigt uns, wie wichtig der Beitrag jedes Einzelnen für die Zukunft unserer Erde ist!

Und da ist es auch schon 16.30 Uhr. Wir machen uns auf den Weg nach Hause!

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