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Die Kontrollbildschirme

Wie erfahren Sie von Störungen im Stromnetz?

Auf den Kontrollbildschirmen sehen wir hier in der Leitstelle die 110.000 und 10.000 Volt-Seite der Stromversorgung.

Von draußen, per Telefon, bekommen wir die Störungen und Probleme der Kunden gemeldet. Die Menschen, die den Haushaltsstrom Zuhause haben, rufen bei uns an, wenn es dort zu einer Störung kommt. Das können wir auf keinem Computerbildschirm sehen.


Wichtig bei Wartungsarbeiten sind die Fragen: Funktioniert der Schalter noch? Funktionieren die Schutzeinrichtungen? Es gibt Wartungspläne, die eingehalten werden. Die Schaltungen, die dann nötig sind, um zu reparieren, werden bei uns beantragt. Die Schaltungen müssen in der Leitstelle abgesprochen werden, bevor der Entstörungsdienst mit seiner Arbeit beginnen kann.


Der Entstörungsdienst

Wird der Entstörungsdienst von der Leitstelle aus entsendet?

Bei Störungsmeldungen tagsüber steuert der Entstörungsdienst den Einsatz der Mitarbeiter selbst. Nach Feierabend, also in den Abend- und Nachtstunden, übernimmt diese Aufgabe die Netzleitstelle.

Ratz

Steuern Sie alles von Hand oder geschieht das automatisch?

Das ist unterschiedlich: Die Höchstspannungsebene, die Energiemenge im Umspannwerk in Ubbedissen, der Haupteinspeisung für Bielefeld, steuern wir noch von Hand. Aber was in den einzelnen anderen Umspannwerken passiert, wird automatisch geregelt.

Das Ganze ist so angelegt, dass wir im Mittelspannungsnetz (dort wo in jedem Schalthaus die Kabel ankommen, wo bestimmte Straßenzüge hinterhängen, Haushaltskunden usw.) im Störungsfall zu 99 % immer umschalten können, wenn Fehler auftreten. Die können wir natürlich in der Straße nicht per Fernsteuerung umschalten. Wenn aufgrund von Störungen Umschaltungen nötig sind, muss da jemand hinfahren.

Im Niederspannungsbereich - das Gebiet von Herrn Schenk - können wir nichts über Fernsteuerung machen. Das muss alles von Hand passieren.


Herr Rüter schaltet über Monitore

Warum steuern Sie den Strom und wie?

Wir sorgen dafür, dass es in der Stadt keine Über- oder Unterkapazitäten im Strombereich gibt!

Das läuft über Monitore, über die Netzleitrechner. Das Netzsystem ist selbstständig, in sich abgeschlossen, nicht mit der Außenwelt verbunden. Man nennt das "Inselnetz". Das ist ganz wichtig, denn sonst könnten Viren eindringen oder Sonstiges den Ablauf stören.

Außerdem kann auch immer noch ein Reserverechner die Tätigkeiten übernehmen, wenn ein Rechner ausfallen sollte.