2. Beispiel: Fragen für die Planung der Trinkwasserversorgung

Was hat die Feuerwehr mit dem Trinkwasser zu tun?

Wir bekommen unser Trinkwasser aus den gleichen Wasserleitungen, aus denen die Feuerwehr ihr Löschwasser bei Bränden schöpft.
In der ganzen Stadt verteilt, meist auf den Bürgersteigen, sind unterirdische Zapfstellen für Wasser.

 

 
Um diese anzuzapfen, heben die Feuerwehrleute eine kleine Metallplatte auf dem Bürgersteig an und schon können sie ihre Löschwasserrohre anschließen.
In Zukunft entsteht hier ein dickes Problem: Es wird in der Stadt immer weniger Menschen geben und weniger Menschen verbrauchen auch weniger Trinkwasser. Daher fließt auch weniger Wasser durch die Rohre, klar!

Was bedeutet das?
Wenn weniger Wasser verbraucht wird, sind die vorhandenen Rohre zu groß. Es fließt zu wenig Wasser hindurch, und das Trinkwasser bleibt zu lange in den Rohren stehen. So können sich in den Rohren krankmachende und giftige Keime sammeln. Das hätte gesundheitliche Folgen für die Menschen - sie würden krank. Meine Aufgabe ist es, mit den Planern und Planerinnen zu überlegen, wie dieses Problem zu lösen ist:
Müssen wir kleinere Rohre verlegen, also "umbauen", wenn wir weniger Menschen werden?
Mit kleineren Rohren kommt aber die Feuerwehr nicht zurecht. Die braucht viel Wasser für ihre Brandeinsätze und deshalb auch weiterhin die vorhandenen Leitungen mit den großen Wassermengen.

Oder müssen wir einfach so künstlich Wasser abfließen lassen, damit sich in den Leitungen keine Keime bilden?
Die Lösung ist allerdings umweltschädlich, denn Trinkwasser ist knapp! So würde es verschwendet. Ihr seht, es gibt viele Punkte, die zu bedenken sind.