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Sind Sie als "Chef" der Finanzen mächtig und einflussreich, weil Sie über viel Geld bestimmen?

Ratz fragt nach... Nein, nach dem geltenden Recht entscheidet der Rat der Stadt, der aus den vom Volk gewählten Vertretern besteht. Er hat das alleinige und endgültige Sagen.

Es gibt zusätzlich noch einen obersten Chef der Verwaltung - das ist in einer großen Stadt wie Bielefeld der Oberbürgermeister. Das ist der "zweitwichtigste" Mensch nach den Bürgern und Bürgerinnen, die den Rat bilden.

Unter dem Oberbürgermeister gibt es noch einen vom Rat gewählten Stadtkämmerer. Der entscheidet mit seinem Sachwissen ebenfalls über das städtische Geld. Und unter ihm arbeite ich, der Leiter des Amtes für Finanzen.

Und was, wenn das Geld der Stadt nicht ausreicht?

Geldscheine drucken wir natürlich nicht! Aber, wie auch bei so mancher Familie, wenn das Geld mal nicht reicht, geht man zur Bank und macht Schulden. Wir haben im Moment wesentlich mehr Ausgaben als Einnahmen und müssen diesen Unterschied mit Krediten überbrücken. Die Stadtkämmerei muss sogenannte Kredite zur Liquiditätssicherung aufnehmen.

Ratz schreibt mit

"Liquidität" kommt von dem lateinischen Wort "liquidus", das bedeutet "flüssig". Gemeint ist, dass man genügend Geld hat, um alles Nötige zu bezahlen.


Sparen, sparen, sparenWenn vorübergehend mal das Geld ausnahmsweise nicht reicht, ist das nicht ganz so schlimm. Also wenn beispielsweise Euer Familienauto kaputt geht und Ihr ein neues braucht, aber nicht genug auf dem Sparbuch ist, dann könnt ihr die Schulden, die Eure Familie dann macht, später abbezahlen.

Muss sich die Stadt Geld leihen, um die laufenden Ausgaben bezahlen zu können (also in dem Beispiel nicht das Auto, sondern das Benzin), dann ist das nicht so schön. Diese Situation haben wir leider seit Jahren.

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