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Strom & Energie - Elektrizität für die Stadt

Ratz
Was brauchen die Menschen einer Stadt, um fern zu sehen, ihre Wohnungen zu heizen, nachts Licht zu haben? Strom! Aber woher kommt der Strom?
Strom kommt aus der Steckdose! Gut, nur: Wie kommt er da rein? Wer erzeugt den Strom in der Stadt und auf welchem Weg kommt er in die Häuser?
Hier erfährst du dies alles, hautnah von den Menschen, die die dafür sorgen, dass die Stadt mit Strom versorgt wird.

 

Der Weg des Stroms

 

 

Klick auf die Abbildungen im Bild.

Die blauen Pfeile zeigen Dir den Weg
des Stroms. Zu Beginn ist der Pfeil dick,
d.h. Hochspannung!

Der mitteldicke Pfeil steht für
Mittelspannung.

Und der dünne Pfeil für
Niederspannung.

Viel Spaß beim Entdecken!

  1. Ein Heizkraftwerk - Der Strom wird erzeugt
  2. Ein Umspannwerk - Der Strom wird umgespannt
  3. Ortsnetzstationen - Der Strom wird weiter verteilt
  4. Verteilerschränke in den Straßen, Betriebsteam - Der Strom wird in der Stadt verteilt
  5. Der Entstörungsdienst behebt Probleme
  6. Die Netzleitstelle hat alles im Blick


 

Verteilungs-Vorgänge bis zur Steckdose - der Transportweg des Stroms
Netz/Spannungsebene Wie viel Volt? Wo? (Woher/wohin) Länge der Leitungen in Bielefeld (Freileitung + Erdkabel)
Höchstspannungsnetz
380-kV-Netz
380.000 und 220.000 Volt Der Strom kommt von den Großkraftwerken anderer Städte im Umspannwerk an.  
       
Hochspannungsnetz
110-kV-Netz
110.000 Volt Das Ringnetz zur Versorgung des ganzen Stadtgebiets. 154 km
    Im Umspannwerk wandelt ein Trafo die Stromspannung von 110.000 Volt (Hochspannung) auf 10.000 Volt (Mittelspannung) um.  
Mittelspannungsnetz
10-kV-Netz
10.000 Volt (liegt in Deutschland zwischen 5.000 und 40.000 Volt) Mittelspannungsleitungen führen zu den Ortsnetzstationen in der Stadt. 1.498 km
    In den Ortsnetzstationen wird die Mittelspannung auf Niederspannung gebracht.  
1kV-Netz 1.000 Volt Danach kommen noch die Verteilerkästen in den Straßen. 2.320 km
       
Niederspannungsleitungen 400 Volt oder 230 Volt Niederspannungsleitungen führen zu den Häusern. Die Spannung, die Zuhause in der Steckdose ankommt. 1.416 km


Warum es überhaupt verschiedene Stromleitungen gibt und nicht nur die Steckdosenspannung von 230 Volt

Die Kraftwerke und Anlagen, die Strom erzeugen, stehen meist weit entfernt von den einzelnen Häusern und Haushalten, die mit Strom versorgt werden sollen.
Damit auf der langen Reise über die Leitungen und Kabel möglichst wenig Strom verloren geht, wird der Strom "reisefertig" gemacht, bevor er über die Hochspannungsleiten geschickt wird. Die Leitungen selbst besitzen nämlich einen elektrischen Widerstand und deshalb ginge sonst beim Transport viel Energie verloren. Um den Verlust möglichst niedrig zu halten, wird die elektrische Spannung des Stroms erhöht (und die Stärke des Stroms verringert).

Später, wenn der Strom in der Steckdose ankommt, muss er natürlich wieder eine Steckdosenspannung (230 Volt) haben, deshalb wird die Spannung später wieder verringert.

 

Berechnungsangaben für Strom

Watt ist eine Einheit für Leistung. Vielleicht kennst du auch die Einheit PS bei Autos? Auch das ist eine Leistungseinheit.

  • kW ist die Abkürzung für Kilowatt.
  • MW ist die Abkürzung für Megawatt.
  • 1.000 KW sind dasselbe wie 1 MW.

Zur Versorgung der Stadt Bielefeld mit ihren 310.000 Einwohnern ist eine Leistung von etwa 300 Megawatt (MW) nötig.

Rechenaufgabe

Eine Familie mit 2 bis 3 Kindern hat einen Tagesverbrauch an Strom von etwa 11 kWh (Kilowattstunden). Wie viele MWh sind das?

  • Die Lösung lautet: 0,011 MWh :-)
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