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Eine Beispiel-Wassertropfen-Reise

Nehmen wir an, ein Regentropfen ist 300 Meter vom Wasserwerk entfernt auf den Sennesand gefallen.

Was passiert dann?


  • Er versickert mit einer Geschwindigkeit von einem Zentimeter pro Tag im Boden.
    Wenn der Wassertropfen heruntergefallen ist, braucht er also mehrere 100 Tage bis er überhaupt unten im Grundwasser angekommen ist!
  • Wenn der Tropfen das Grundwasser in einigen Metern Tiefe erreicht hat, wandert er im Grundwasser mit einer Geschwindigkeit von etwa einem Meter pro Tag vom Teutoburger Wald weg. Denn Grundwasser bewegt sich, es fließt langsam tief unter uns.
    Das heißt, der Tropfen braucht mindestens noch einmal 100 Tage bis er wieder bei uns im Wasserwerk angelangt ist.
  • Ihr seht, das Wasser, das wir fördern, hat einen sehr langen Weg hinter sich und durchreist Erde, Sand und Boden, die ihn filtern. Es hat daher eine sehr gute Qualität!


RatzWasserkreislauf

 

Ist das Grundwasser irgenwann mal aufgebraucht?

Nein, das Wasser ist immer im Umlauf, in einem stetigen Kreislauf. Das Wasser, was du heute trinkst, haben vielleicht schon deine Vorfahren gebraucht. Eigentlich bleibt die Menge immer die gleiche.

 

Was ist Grundwasser?

Grundwasser ist unterirdisches Wasser, das sich in den Hohlräumen der Erdrinde ansammelt und dessen Bewegung von der Schwerkraft bestimmt wird. Die "Hohlräume der Erdrinde" sind je nach geologischer Beschaffenheit des Untergrunds Sedimentgesteine wie z. B. Sand, Kies, Schluff; Festgesteine, wie z. B. Granit, Sandsteine; oder durch Lösung entstandene große Hohlräume (z.B. im Kalkstein).

Grundwasser entsteht dadurch, dass Niederschläge versickern oder Wasser im Uferbereich von Gewässern wie Flüsse und Seen in den Untergrund abfließt. Die Verweilzeit in den Hohlräumen der Erde reicht von unter einem Jahr bis hin zu vielen Millionen Jahren. Sehr alte Grundwässer werden als fossiles Grundwasser bezeichnet, z.B. das unter der Sahara.